Schmerzensgeld und Schadensersatz

Schadensersatz

Der Schadensersatz ist ein zivilrechtlicher Anspruch, der den Ausgleich von materiellen Schäden zum Ziel hat. Dies kann einerseits durch die Herstellung des schadensfreien Zustands erfolgen; andererseits ist die Zahlung von Geld üblich. Hierfür muss der Schaden beziffert werden können. Ausnahmsweise ist eine Schätzung möglich.

Arten des Schadensersatzes

Insgesamt gibt es viele Arten von Schäden, die über den Schadensersatz ersatzfähig sind. Er kann dabei an verschiedene Aspekte anknüpfen. Häufig knüpft der Schadensersatz an Schuldverhältnisse (in der Regel Verträge) an (vgl. § 280 BGB). Es geht jedoch nicht nur um bestehende, sondern beispielsweise auch um vorvertragliche oder nachvertragliche Schuldverhältnisse. Im Arzthaftungsrecht besteht in aller Regel ein Behandlungsvertrag. Darüber hinaus kann Schadensersatz jedoch auch außerhalb von Schuldverhältnissen beansprucht werden, etwa im Deliktsrecht: Es erfasst – vereinfacht gesprochen – rechtswidrige Übergriffe in fremde Rechtssphären, etwa in die Gesundheit oder in das Eigentum einer anderen Person (vgl. hier etwa § 823 BGB). Eine Rechtsbeziehung muss vor dem schädigenden Ereignis nicht bestanden haben, wie etwa beim Schmerzensgeld für Unfallopfer im Personenschadensrecht.

Besser einen Anwalt konsultieren

Das Schadensrecht ist durch den Gesetzgeber und die Rechtsprechung sehr ausdifferenziert. Es empfiehlt sich daher, einen Rechtsanwalt zu konsultieren, wenn man einen Schadensersatz­anspruch durchsetzen möchte. Oftmals gibt es eine Vielzahl von Schadens­positionen, die juristische Laien schnell übersehen können.

Schmerzensgeld

Das Schmerzensgeld zielt auf den Ausgleich des immateriellen Schadens. Immaterielle Schäden sind solche, die keinen unmittelbaren wirtschaft­lichen Gegenwert haben. Schmerzen im Wortsinne lassen sich eben nicht mit Geld beheben. Anders liegt es bei Behandlungs­kosten, die dem Schadensersatz zuzuschreiben sind. Das Schmerzensgeld hat vor diesem Hintergrund eine Ausgleichs- und Genugtuungs­funktion. Es soll den immateriellen Schaden in Geld entschädigen.

Anknüpfung wie beim Schadensersatz

Auch das Schmerzensgeld knüpft an die Vorschriften des Schadensrechts an. Es ist gewissermaßen eine besondere Art des Schadensersatzes und folgt etwa aus § 253 BGB. Damit gelten grundsätzlich ähnliche Voraussetzungen bei Schmerzensgeld und Schadensersatz.

Höhe des Schmerzensgeldes

Die Höhe des Schmerzensgeldes wird praktisch in das Ermessen des Gerichts gestellt. Allerdings wird dennoch üblicherweise die erwartete Mindesthöhe mitgeteilt. Im Einzelnen muss hier eine Beratung mit dem Anwalt darüber erfolgen, welche Vorgehensweise zweckmäßig ist.

Wieviel Schmerzensgeld zugesprochen wird, hängt von vielen Faktoren ab. Eine exakte Prognose des Schmerzensgeldes ist kaum möglich. Allerdings kann es abgeschätzt werden. Die anwaltliche Schätzung bedarf in der Auseinandersetzung mit dem Gegner einer fundierten Begründung. Als Argumente dienen hier etwa die Intensität der erlittenen Einbußen oder ihre Dauer. Einen Anhalt bieten hier oft frühere Entscheidungen (“Präjudizien”). Sie werden oft in Schmerzensgeld­tabellen zusammengefasst.

Unsere Medizinkanzlei in Berlin hilft bei Schadensersatz und Schmerzensgeld

Häufige Fälle von Schadensersatz- und Schmerzensgeld:

Die Liste ist nicht abschließend. Anwaltliche Beratung ist dringend empfohlen.

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