Approbation als Arzt oder Zahnarzt

Der Beruf als Arzt oder Zahn­arzt ist medi­zin­recht­lich streng durch das Appro­ba­ti­ons­recht regu­liert: Grund­vor­aus­set­zung für die unbe­schränk­te beruf­li­che Tätig­keit als Arzt oder Zahn­arzt ist die Ertei­lung der Appro­ba­ti­on. Alter­na­tiv kann es sinn­voll sein, eine ört­lich und zeit­lich begrenz­te Berufs­er­laub­nis zu erhal­ten. Dies betrifft in ers­ter Linie Men­schen, die ihren Stu­di­en­ab­schluss im Aus­land absol­viert haben. Denn in die­sen Fäl­len prüft die zustän­di­ge deut­sche Behör­de, ob die Aus­bil­dung im Aus­land mit der­je­ni­gen in Deutsch­land gleich­wer­tig ist. Kann die Gleich­wer­tig­keit der Aus­bil­dung nicht fest­ge­stellt wer­den, kann gege­be­nen­falls eine Gleich­wer­tig­keits­prü­fung abge­legt wer­den, die einer deut­schen Staats­examens­prü­fung ähn­lich ist. Für vie­le Antrag­stel­ler ist es güns­tig, die Appro­ba­ti­on als Arzt ohne eine Gleich­wer­tig­keits­prü­fung („Kennt­nis­prü­fung“) zu erhal­ten. Wenn wir unse­re Man­dan­ten ver­tre­ten, ist dies selbst­ver­ständ­lich ein mög­li­ches Ziel. Aber auch unab­hän­gig davon ver­su­chen wir, unse­ren Man­dan­ten Wege auf­zu­zei­gen, um in Deutsch­land als Arzt tätig sein zu kön­nen.

Berufserlaubnis als Zwischenlösung

Die Berufs­er­laub­nis kann eine Zwi­schen­lö­sung sein. Sie gestat­tet die ärzt­li­che oder zahn­ärzt­li­che Tätig­keit befris­tet, d.h. auf Zeit. Sie kann auch auf ein bestimm­tes Tätig­keits­ge­biet beschränkt sein. Es kann sinn­voll sein, die Berufs­er­laub­nis und die Appro­ba­ti­on gleich­zei­tig zu bean­tra­gen oder mit dem Antrag auf Ertei­lung der Appro­ba­ti­on noch zu war­ten. Die Berufs­er­laub­nis wird regel­mä­ßig schnel­ler und unkom­pli­zier­ter erteilt und bie­tet damit einen Ein­stieg in die beruf­li­che Tätig­keit als Arzt in Deutsch­land.

Widerruf der Approbation oder Ruhensanordnung

Eine ein­mal erteil­te Appro­ba­ti­on kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen wie­der ent­zo­gen wer­den. Ein sol­cher Ein­schnitt ist die für die Betrof­fe­nen dra­ma­tisch, weil er die beruf­li­che Tätig­keit und damit die wirt­schaft­li­che Exis­tenz gefähr­det. Schon des­halb soll­te in sol­chen Fäl­len anwalt­li­che Hil­fe gesucht wer­den, um dem Appro­ba­ti­ons­ent­zug ent­ge­gen­zu­wir­ken. Wird die Appro­ba­ti­on wider­ru­fen oder zurück­ge­nom­men, soll­te der Fall wegen der Trag­wei­te für den betrof­fe­nen Arzt oder Zahn­arzt in jedem Fall recht­lich über­prüft wer­den.

Erfahrung unserer Kanzlei

Wir haben Erfah­rung in der Bear­bei­tung von Fäl­len rund um die Appro­ba­ti­on und Berufs­er­laub­nis. Oft ist es Rechts­an­walt Krah­nert gelun­gen, die gewünsch­te Appro­ba­ti­on für unse­re Man­dan­ten zu erhal­ten. Schwer­punk­te der aus­län­di­schen Uni­ver­si­tä­ten sind der ara­bi­sche Raum (z.B. Ägyp­ten, Iran, Sau­di-Ara­bi­en), Staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on, Ost­eu­ro­pa und Russ­land, die USA und Isra­el.
Anwalt für Approbation und Berufserlaubnis
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Antragsverfahren

Das Antrags­ver­fah­ren ist der ers­te Schritt, die Appro­ba­ti­on oder die Berufs­er­laub­nis zu erhal­ten. Hier tritt der Antrag­stel­ler an die zustän­di­ge Behör­de her­an (in Ber­lin zum Bei­spiel das Lan­des­amt für Gesund­heit und Sozia­les [LAGeSo]). Eine Ver­tre­tung durch einen Rechts­an­walt ist bereits im Antrags­ver­fah­ren mög­lich. Gera­de bei aus­län­di­schen Medi­zi­nern ist so oft ein pro­fes­sio­nel­les Ver­fah­ren mög­lich.

Widerspruchsverfahren

Wenn auf den Antrag die Appro­ba­ti­on nicht erteilt oder die Gleich­wer­tig­keit nicht fest­ge­stellt wird, kann gegen die Ent­schei­dung der Behör­de Wider­spruch erho­ben wer­den. Nach dem Wider­spruch prüft die Behör­de den Fall noch ein­mal, ins­be­son­de­re im Lich­te der vor­ge­tra­ge­nen Ein­wän­de. Eine anwalt­li­che Ver­tre­tung im Wider­spruchs­ver­fah­ren ist mög­lich und emp­feh­lens­wert.

Klageverfahren

Wenn auch der Wider­spruch kei­nen Erfolg gebracht hat, ver­tre­ten wir selbst­ver­ständ­lich auch im Kla­ge­ver­fah­ren vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt. Das Gericht nimmt eine unab­hän­gi­ge Prü­fung des Fal­les vor und ent­schei­det selb­stän­dig über den Fall. Schon wegen der Beson­der­hei­ten des gericht­li­chen Ver­fah­rens ist eine anwalt­li­che Ver­tre­tung anzu­ra­ten.

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Länderschwerpunkte

Schwer­punk­te sind ins­be­son­de­re der ara­bi­sche Raum (zum Bei­spiel Sau­di-Ara­bi­en, Ägyp­ten, Syri­en), der Iran, der euro­päi­sche Raum (inner- und außer­halb der EU), die USA, Isra­el und Staa­ten der ehe­ma­li­gen Sowjet­uni­on.

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